[Rezension] Carol Rifka Brunt – Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Das Buch war ein reiner Spontan kauf und ich habe nie gerechnet, wie sehr ich dieses Buch mögen werde! Für mich ist dieses Buch schon einer meiner Jahreshighlights.

Klappentext:

Manchmal verlierst du einen Menschen, um einen anderen zu gewinnen.
Manche Verluste sind so schwer, dass sie nicht wiedergutzumachen sind. So geht es June Elbus, als ihr Onkel Finn stirbt, der Mensch, mit dem sie sich blind verstand, der ihr alles bedeutete. Doch mit ihrer Trauer ist sie nicht allein. Schon bald nach der Beerdigung stellt June fest, dass sie sich die Erinnerung an Finn teilen muss – mit jemandem, der sie mit einer schmerzhaften Wahrheit konfrontiert. Der sie aber auch lehrt, dass gegen die Bitternisse des Lebens ein Kraut gewachsen ist: Freundschaft und Mitgefühl.

Eigene Meinung:

Das Buch behandelt ein schwieriges und wichtiges Thema – AIDS. Wir erleben den Verlust eines wichtigen Menschen von der Jungen 14-jährigen June. Die nun mit Trauer, Wut, Familien Konflikten und Verlust klar kommen darf oder eher muss.

Ich hatte nie das Bedürfnis das Buch wegzulegen weil, es mich traurig stimmt oder es meine Lesestimmung ruiniert. Es war schön geschrieben und es war zu gleich spannend. Bei einer Seite konnte ich lachen und bei einer anderen Seite stand ich den Tränen nahe. Selten schafft es ein Buch meine Gefühle so stark zu beeinflussen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von June erzählt und wir erfahren vom dem Engen Verhältnis zu ihren Onkel, die Missverständnisse die in der Familie herrschen, dass schwierige Verhältnisse zu ihrer älteren Schwester und ein paar Familien Geheimnisse werden aufgedeckt.

Für June ist der Verlust ihres Onkels eine schwierige Zeit. Dies wird nicht leichter durch die Sticheleien ihrer Schwester. Beide haben eine typische Geschwisterbeziehung zueinander. Sie streiten sich und Vertragen sich wieder. Immer wieder kommt es zu auseinander Setzungen, die verletzend sind. Durch ihre Naivität verstehen wir sie nur leichter, da sie viele Situationen nicht ganz nachvollziehen kann.

Das Buch spielt in den 80er Jahren und es ist nur schwer vorstellbar wie, schwer es Menschen mit AIDS zu dieser Zeit hatten. Zu einem liegt das an dem mangelnden Wissen über die Krankheit, die im Buch auch sehr deutlich zum Vorschein tritt und zum anderen wie die Menschen damit umgehen.  Die einzelnen Figuren unterstreichen diese Tragik. Jede Person ist mit dieser Krankheit auf deren eigenen Art überfordert und zeigt es auch deutlich. Hier werden verschiedenen Verhaltensweisen dargestellt, wie unterschiedlich man an dieses schwierige Thema herantreten kann. Einige Charaktere behandeln das Thema Positiv und andere sehr negativ.
Die Schwester von Finn, bekommt den Namen der Krankheit kaum über die Lippen. Die Schwester von June fragt sich wie, schnell man sich mit der Krankheit anstecken kann oder auch June, die nie ein Problem mit dieser Krankheit hatte.

Alles in allen gefällt mir das Buch sehr und ich kann es nur jedem Empfehlen, der eine Geschichte über so etwas lesen möchte. Es greift keinen zu Emotional an und es nicht zu oberflächlich geschrieben, das die Emotionen fern bleiben. Das Buch hat genau die richtige Mischung wodurch es Interessant bleibt.

 

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