[Rezension] Neal Shusterman – Scythe – Der Zorn der Gerechten

Nachdem ich Band eins beendet hatte, musste ich sofort dem zweiten Teil aus meinem Regal fischen und anfangen. Das zweite Band habe ich regelrecht verschlungen und hatte keine Probleme wie beim ersten Teil reinzukommen.

Klappentext:

Citra hat es geschafft. Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss.
Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt. So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit. Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.

Meine Meinung:

Nachdem ich Band eins beendet hatte, musste ich sofort dem zweiten Teil aus meinem Regal fischen und anfangen. Das zweite Band habe ich regelrecht verschlungen und hatte keine Probleme wie beim ersten Teil reinzukommen.

Citra oder auch jetzt Scythe Anastasia konnte ich schon im ersten Teil leiden, doch mehr ist daraus nicht geworden. Mir fehlt ein wenig die Charaktertiefe zu ihr und auch zu Rowan. Ich verstehe oft deren Handlungsvorgänge, doch fehlt mir bei ihnen auch die Gefühlstiefe.
Seit wann ist Citra die Reife Person geworden die so Handelt wie sie Handelt? Wann genau ist aus Rowan der knallharte Rächer geworden? Was geht in ihren Köpfen vor? Habe ich etwas überlesen oder ist zwischen den ersten und zweiten Band mehr Zeit vergangen als ich vermute?  Trotz diesen Fragen ist Citra eine unglaublich intelligente Person und das zeigt sie in diesem Teil.

Interessanter ist in diesem Buch die Freundschaft zwischen Scythe Anastasia und Scythe Curie. Die beiden sind mir zusammen ans Herz gewachsen. Deren Freundschaft, die sich entwickelt hat, ist einfach nur zu schön!
Erfreut hat es mich das Scythe Faraday wieder auftaucht. Citra und Rowan haben ihn viel zu verdanken und seine Ratschläge tauchen immer wieder auf, wo so viel Wahres hinter steckt.

Das Rowan sich geändert hat, kann ich nachvollziehen. Die Lehre bei Scythe Goddard war für ihn nicht einfach und dennoch, frage ich mich seit wann er die knallharte Person geworden ist. Hat die Lehre bei Goddards ihn in vielen Punkten abgehärtet? Die Aufgabe, die er für sich entdeckt hat, ist faszinierend. Er verbindet die beiden Lehren von Goddards und Faraday in einem und macht für sich was Neues daraus.

Das Tempo im zweiten Band geht schneller voran und zum Ende hin wird noch mehr am Tempo geschraubt. Die Spannung steigt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Viele Sachen sind passiert, die einfach Faszinieren. In diesen Teil haben wir viel mehr vom Thunderhead mit bekommen und das war außerordentlich spannend. Die Welt ist komplexer geworden, Zusammenhänge wurden besser beleuchtet und Goddard ist so ein gut umgesetzter Charakter. Sein Charakter und seine Planungen sind so verdammt Scheiße, dass es wieder gut ist. Diesen Charakter zu mögen ist schwer und dennoch tu ich es. Seine Pläne werden immer so gut von ihm Umgesetzt und er ist eine Person, die weit voraus denkt. Ich ziehe meinen Hut vor ihm. Der Charakter hat eine scheiß Persönlichkeit, doch die Umsetzung von ihm ist einfach genial.

Nach diesem Band will ich unbedingt das dritte lesen und darauf darf ich noch eine Weile warten. Nach diesem Ende werde ich mir ein eigenes Bild machen müssen, wie es wohl weiter gehen wird oder nicht. Der zweite Band ist ganz klar eine gelungene Fortsetzung!

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