[Rezension] Neal Shusterman – Scythe – Die Hüter des Todes

Ein Buch wo keine Person mehr den natürlichen Tod sterben kann? Jemand muss Personen umbringen? Das klingt sofort nach einem Buch für mich! Scythe habe ich in vielen Buchhandlungen gesehen, es hat mich stets verfolgt und seit März liegt es auf meinem SuB. Nun habe ich es endlich gelesen und bin begeistert.

Klappentext:

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

Meine Meinung:

Der Anfang war für mich ziemlich Zäh. Es dauerte ungefähr 200 Seiten, bis ich richtig in der Story gefangen war. Kaum war ich drinnen, wollte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte dahinter ist wirklich sehr gut.

Wir haben hier eine Welt wo keiner mehr Sterben kann. Es gibt keine Krankheiten mehr, kein Hunger Tod und solltest du überfahren werden, wirst du wiederbelebt. Das System dahinter klingt sehr interessant und damit keine Überpopulation entsteht, existieren die Scythe.  Der Weltenbau warum die Scythe existieren, wie jemand zum Scythe wird oder auch wie ein Scythe sich ein Opfer aussuchte, ist super interessant. Wir lernen verschiedene Typen von Scythe kennen und keiner ähnelt sich. Die Idee dahinter ist einfach nur gelungen.

Durch den eingebauten Sichtwechsel von Citra und Rowan lernt man noch andere Blickwinkel kennen. Ihre Gedanken zu den Scythe, der Aufgabe und der Ausbildung.   Gegensatz zu den ganzen Scythe ähneln sich Citra und Rowan an einigen Gedankens Punkten.  Deshalb fand ich wohl die restlichen Scythe so Interessant.

Zum ersten Mal wollte ich mehr von Nebencharakteren wissen.  Wie bereits oben erwähnt, lernen wir verschiedene Scythe kennen, die sich nicht ähneln. Jeder Vertritt unterschiedliche Absichten. Sein diese ehrenhaft oder nicht, lässt sich auf den ersten Blick nicht sagen. Das System hinter dem Scythetum ist komplex, korrupt und undurchdringlich.

Wie Citra und Rowan sich im Laufe der Geschichte Ändern ist gut gelungen. Beide durchleben verschiedene Schicksalsschläge und verarbeiten diese auch unterschiedlich. Die Zerrissenheit der beiden bemerkt man im Verlauf des Werkes nur zu gut. Wie sollen sie mit der brutalen Welt der Scythe umgehen? Gibt es einen Ausweg für beide?

Wer auf blutige Dystopien steht, wird hier garantiert nichts falsch machen. Die Ersten 200 Seiten sind zäh, doch es lohnt sich wirklich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.