[Rezension] Wolfgang Hohlbein – Elfenblut – Abgebrochen

Ich habe es versucht und ich gebe es auf. Dieses Buch werde ich nicht beenden. Es ist mein zweiter Anlauf mit Elfenblut. Ich wollte es wirklich mögen, doch es klappt nicht. Nach 414 Seiten habe ich das Buch zur Seite gelegt und mir gesagt ich höre auf. Wieso mich das Buch nicht überzeugen konnte und weshalb ich es abgebrochen habe, will ich auch gerne näher erklären.
Warnung: Es könnten Spoiler vorkommen

Titel: Elfenblut
Autor: Wolfgang Hohlbein
Verlag: otherworld
Seiten: 760

Klappentext:

Die junge Pia wird aus den brutalen Slums von Rio in eine mittelalterliche, winterliche Welt katapultiert. Dort ist die junge Frau plötzlich die schöne „Gaylen“, und eine große Elfen-Prophezeiung wartet darauf, in Erfüllung zu gehen.

Meine Meinung

Das Buch habe ich mir vor Jahren gekauft, der zweite Teil liegt bei mir zu Hause bereit.  Ich hab mich wirklich auf ein Buch mit Elfen gefreut. Viele die es nicht wissen, ich mag Elfen Geschichten. Doch dieses Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt.

Die Geschichte

Der Anfang der Geschichte fängt recht spannend an. Pia und ihr bester Freund  Jesus planen einen Überfall, der komplett daneben geht. Ab da, kommt ein Ereignis nach dem anderen. Doch das ist auch ein Problem, es passiert so viel, und ich hatte das Gefühl gehabt, es passiert nichts. Jesus kommt schwer verletzt ins Krankenhaus und Pia wird verfolgt. Pia wird sehr lange verfolgt und entkommt immer wieder. Dieses Spiel Pia wird verfolgt und entkommt, zog sich ca. 150 Seiten. In Laufe der Geschichte kommen Pia und ihre Freundin Alica zu einer Fremdenwelt, in ein Dorf namens WeißWald. Ab diesen Punkt hatte ich wieder Hoffnung gehabt, vor allem, nachdem wir endlich erfahren was das Wort Gaylin bedeutet, doch bis Seite 414 passiert immer noch nichts. Beide versuchen sich in die Welt zu integrieren und wir erleben ihren Alltag. Doch bis jetzt frage ich mich, was ist die Handlung von diesem Buch? Um was soll es genauer gehen? Wo sind die Elfen?

Die Charaktere

Auch aus den Charakteren werde ich nicht schlau. Zum einen haben wir hier Jesus. Er kommt am Anfang der Geschichte schwer verletzt ins Krankenhaus und liegt im Sterben. Pia scheint es allerdings nicht viel auszumachen. Als sie noch in ihrer Welt ist, hat sie sich ein paar Gedanken über Jesus gemacht. Kaum ist sie in WeißWald, hat sie nur einmal an Jesus gedacht. Nicht darüber, ob er noch lebt, sondern sie hat ihn sich lesend in einer Ecke vorgestellt. Wow, das nenne ich Freundschaft. Mein bester Freund liegt in meiner Welt im sterbend und ich denke darüber nach, wie er liest.

Dazu verstehe ich Pia überhaupt nicht. Entweder ist sie ein Dickkopf, der auf niemanden hört oder sie nimmt die Ratschläge anderer sofort an. Sie ist entweder total besorgt um einen oder riskiert das Leben anderer um an ihre Ziele zu kommen. Immer wieder ändert sich ihre Persönlichkeit, ich weiß einfach nicht wer sie ist. Eine Draufgängerin? Eine Besserwisserin? Hat sie nur eine große Klappe? Ist sie Hilfsbereit? Denkt sie nur an sich? 

Der Charakter, der einigermaßen gut geschrieben ist, ist Alica. Zu Anfang wirkt sie recht Hohl oder mehr, sie wird so dargestellt. Laufe der Handlung hört man viel „Mimimimi“ von ihr, doch das hat seinen Grund. Sie gerät durch Pia in Gefahr, sie landet dank Pia in einer anderen Welt und in dieser neuen Welt kann sie nicht so leben wie früher. Bei ihr ändert sich von einem Augenblick zum anderen alles. Alica braucht eine Weile um sich etwas daran zu gewöhnen.  Als sie das tut, hilft sie Pia viel mit Ratschlägen. Doch eine Sache von ihr passt so gar nicht in die Geschichte. Sie wollte urplötzlich Sex mit Pia. Wieso? In ihrer Welt hat Alica einen Freund, zudem gibt es keine kleinen Anspielungen, dass sie eventuell Interesse an Pia hätte. Jemand schnippt mit den Fingern und sagt „Du willst nun Sex mit ihr haben“ und so ist es im Buch. Es passt sogar nicht rein.

Der Weltenbau

Ich mag Geschichten mit komplexen Weltenbauten, eigenen Sprachen, eigenen Legenden und eigener Kultur. WeißWald hat eine eigene Sprache, hat diverse Legenden, doch erfahren wir hier nicht viel von. Am Rande wird erwähnt, dass es Orks gibt und Magie nicht mehr existiert. In der Geschichte taucht auf einmal ein Pegasus auf, der nie wieder erwähnt wird. Zwerge sind die schlimmsten Raufbolde, die nur trinken und Sex wollen und Elfen? Es soll um Elfen gehen. Doch wo sind die Elfen? Nun ein Elf ist uns auf den ersten Seiten begegnet, der dann nie wieder erwähnt wird. Es wird sehr oft erwähnt, das Pia und Alica nicht wissen, wie man sich dort benimmt und die dort einen anderen Umgang pflegen. Doch bis jetzt weiß ich nicht, was dort anders sein sollte, außer das Frauen keine Wiederworte zugeben haben. Was mich wiederum ziemlich gestört hat.

Fazit

Das Buch hat mich mehr als etwas enttäuscht. Die Elfen scheinen in dieser Geschichte keine große Rolle zu spielen, sonst würden sie Auftauchen, der Weltenaufbau ist mir ein Rätsel und in der Geschichte fehlt einfach der rote Pfaden. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.